„Naus ind Welt“ setzt die Region in Bewegung

Zehn Rieser Jugendgruppen zeigen, was jugendliches Engagement auf dem Land bewegen kann

Für einen Tag verwandelten die Bude Rudelstetten, die ELJ-Gruppen Wechingen, Ederheim, Balgheim, Grosselfingen und Deiningen, die Offene Behinderten Arbeit Oettingen, die Festdamen Birkhausen, die Jugend der Fischergilde Wallerstein und das Schulhaus Appetshofen in ihrem Ort Plätze, Gemeindesäle und Vereinsheime in Pop-up-Biergärten. Zusammen gezählt engagierten sich ca. 100 Jugendliche mit viel Spaß und Begeisterung für die Aktion. Sie bewirteten geschätzt insgesamt 1.000 Gäste.

Organisert wurde die Aktion von einem Team des Kreisverbands Nördlingen der Evangelischen Landjugend (ELJ) und des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) Donau-Ries. Ihre Vertreter machten sich an diesem Tag auf, um mit dem Rad in einer großen Runde alle Biergärten zu besuchen. Die Vorarbeit hatte sich gelohnt und das schöne Wetter half an dem Tag auch dazu: Alle Biergärten waren bestens besucht. Viele Fahrradfahrer machten aus der Gelegenheit einen Sonntags-Ausflug und ließen sich vom jugendlichen Flair der Pop-Up-Biergärten anstecken.

„Essen hält eben Leib und Seele zusammen!“ sagt Röttger, der zusammen mit dem Team der Jugendverbände die Ehrenamtlichen bei der Umsetzung der Aktion unterstützte. Es ging nicht nur um Bratwürste oder Brezen, sondern um Gemeinschaft: Jugendliche sammelten Erfahrung beim Engagement in der Öffentlichkeit. Bürgermeister, Kirchenvorsteher und Eltern unterstützten und Nachbardörfer kamen ins Gespräch. Ein Wirt schloss sogar seinen eigenen Biergarten, um auf die Jugendaktion hinzuweisen. Das Team wurde auf seiner Rundtour von MdB Christoph Schmid und Kreisrat Matthias Fritsche prominent begleitet.

„Die Pop-up-Biergärten zeigen, wie lebendig Jugendarbeit auf dem Land ist. Sie machen sichtbar, was junge Menschen mit Mut, Kreativität und Teamgeist alles schaffen können“, erläutert Röttger. Mit Blick in die Zukunft zeigt er sich zuversichtlich: „Die Aktion gibt es seit mehr als vier Jahren, mittlerweile ist sie mehr als ein Experiment. Sie ist ein Stück gelebte Demokratie und ein Beweis dafür, dass unsere Dörfer mit Kooperation über eine Ressource mit viel Potential verfügen.“ Die Aktion wurde von der Kommunalen Jugendarbeit Donau-Ries und dem Förderverein Funky e.V. unterstützt. Sie steht auch 2026 wieder auf dem Plan der Jugendverbände.

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