ELJ geG 2024: Wandel wagen – gemeinsam wachsen 

Seit Anfang 2024 ist die ELJ-Genossenschaft Trägerin der Landesstelle der Evangelischen Landjugend in Bayern. Klingt technisch – heißt aber: Die ELJ hat ein Unternehmen gegründet, das junges Engagement auf dem Land voranbringt. Bei der Generalversammlung haben Vorstand und Mitglieder für das erste Geschäftsjahr Bilanz gezogen. 

2024 war das erste volle Jahr, in dem die ELJ geG als eigenständige Trägerin der Landesstelle für Jugendverbands- und Jugendbildungsarbeit agierte. Die Strukturreform war in der Realität ein mutiger Schritt.  Während der laufende Betrieb weiterging, wurden Strukturen aufgebaut, Aufgaben neu verteilt und Abläufe entwickelt, wie die Begleitung der Ortsgruppen, Kreis- und Bezirksverbänden sowie der Landesebene durch hauptberufliche Fachkräfte auch in Zukunft organisiert und finanziert werden kann.  

Etabliertes Team erweitert sich

Bei den turnusgemäßen Wahlen wurden Konstantin Elflein (Evangelische Landjugend in Bayern e. V.) und David Auernhammer (auf Vorschlag des ELJ-Kreisverband Weißenburg) erneut in den Aufsichtsrat gewählt. Neu im Gremium ist Thomas Kastner vom ELJ-Kreisverband Hersbruck-Sulzbach.  Christian Huber (ELJ KV Roth-Schwabach), Stefan Kittsteiner (Verein evang. Bildungszentren im ländlichen Raum in Bayern e. V.), Bettina Naumann (Evang.-Luth. Kirche in Bayern) sowie Katharina Seitzinger (ELJ-BV Mittelfranken) gehören dem Aufsichtsrat weiterhin an. Vorstände bleiben Benedikt Herzog und Manfred Walter.

2024 war reich an Projekten: Von „Sei ein Trendsetter“ über „Generation Zukunft“ bis hin zur Aktion „Echte Mädels“ – die ELJ geG setzte Impulse für Nachhaltigkeit, Gendergerechtigkeit und neue Formen des Ehrenamts. Besonders spannend: das Projekt „Keim & Aber“, das neue Formate für Engagement im ländlichen Raum entwickelt – in Kooperation mit dem Bayerischen Bauernverband und dem Lucas-Cranach-Campus, finanziert von der Evang.-Luth. Kirche in Bayern. 

Finanzen: Stabilität mit Entwicklungspotenzial 

Finanziell konnte die ELJ geG ihr erstes Jahr beinahe mit einer Punktlandung eines ausgeglichenen Haushalts abschließen. Die laufenden Verpflichtungen waren jederzeit gedeckt, die Liquidität gesichert. Möglich wurde das durch eine breite Förderstruktur, projektbezogene Einnahmen und einen Sonderfonds zur Abfederung steigender Personalkosten. Zwar konnte noch keine Rücklage gebildet werden, doch die Basis für nachhaltige Entwicklung ist gelegt. Für die Zukunft bleibt es wichtig, neue Einnahmequellen zu erschließen und das Controlling weiter auszubauen. 

Herausforderungen? Klar. Aber auch Chancen.

Der Lagebericht, den der Vorstand vorlegte, verschweigt nicht, was schwierig war: Er identifiziert mehrere Risikobereiche, die systematisch bearbeitet werden müssen. Neue Abläufe müssen erst im Alltag zeigen, ob sie wirklich funktionieren. Mitarbeitende zu finden, bleibt schwierig aufgrund des allgemeinen Fachkräftemangels und der hohen Anforderungen an die Tätigkeit in der ländlichen Jugendarbeit. Finanziell bleibt die Abhängigkeit von institutionellen Förderungen, die teilweise rückläufig sind. Zudem müssen organisatorische Schnittstellen zwischen geG und e. V. geklärt und Zuständigkeiten eindeutig definiert werden. 

Das Jahr 2024 dokumentiert den erfolgreichen Übergang in die eigenständige Trägerschaft. Die ELJ geG hat ihre organisatorische Handlungsfähigkeit unter Beweis gestellt und die satzungsgemäßen Aufgaben erfüllt. Gleichzeitig wurden strukturelle Herausforderungen sichtbar, die systematisch bearbeitet werden. 

Was jetzt ansteht 

  • Strukturen schärfen: Prozesse klarer, Rollen eindeutiger, Finanzen transparenter. 
  • Kompetenzen stärken: Agilität, digitale Skills und Reflexionsfähigkeit fördern. 
  • Kultur pflegen: Gemeinschaft leben – zwischen geG und e.V., Haupt- und Ehrenamt. 
  • Mindset entwickeln: Offen bleiben für Wandel, getragen von Vertrauen und Sinn. 

Fazit: ELJ ist, wenn’s trotzdem klappt 

Die ELJ geG hat 2024 bestanden und gestaltet. Sie hat gezeigt, dass Wandel möglich ist – wenn man ihn gemeinsam geht. Der Satz „ELJ ist, wenn’s trotzdem klappt“ ist dabei mehr als ein Spruch. Er ist Haltung. Und Hoffnung. 

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