Warum Raketen in die Luft jagen, wenn wir gemeinsam Zukunft schenken können?
Die Evangelische Landjugend (ELJ) startet auch dieses Jahr wieder ihre Aktion „Brot statt Böller“ und ruft zu Spenden für ihre Partnerprojekte in Brasilien auf. Damit setzen wir ein starkes Zeichen: Solidarität statt sinnlosem Feuerwerk!

Worum geht’s?
Der Agrarsoziale Arbeitskreis (ASA) und der Entwicklungspolitische Arbeitskreis (AME) der ELJ machen sich gemeinsam stark für Kleinbauern in Brasilien. Der Anlass: Das neue Freihandelsabkommen zwischen der EU und den Mercosur-Staaten. Klingt erstmal nach Wirtschaft, hat aber extreme Folgen für Landwirtschaft und Umwelt – hier und in Südamerika.

Stefan Funke (ASA) bringt es auf den Punkt:
„Das Mercosur-Abkommen ist eine Gefahr für die heimische Landwirtschaft und unsere Gesellschaft. Die gesellschaftlich erwünschten hohen Produkt- und Produktionsstandards (eine bessere Berücksichtigung der sozialen und ökologische Nachhaltigkeit) können bei diesen Importprodukten nicht ausreichend gewährleistet, geschweige denn kontrolliert werden. Unsere landwirtschaftlichen Partner in Brasilien erfahren ebenfalls negative Auswirkungen, da dieses Abkommen auf den Profit von agrarindustriellen Großbetrieben ausgerichtet ist. Dies wird die weitere Umwandlung von Regenwald in landwirtschaftliche Nutzfläche wahrscheinlich weiter befeuern.“
Warum betrifft uns das?
Die Partnerschaft des AME mit der brasilianischen Agrarberatungsorganisation CAPA zeigt, wie ungleich die Landwirtschaft dort verteilt ist. Friedel Röttger (AME-Referent) erklärt:
„Die Landwirtschaft in Brasilien ist extrem polarisiert. 85 % der brasilianischen Bauern besitzen 5 % der Ackerflächen, während 5 % der brasilianischen Landwirte 85 % der Flächen gehören.“
Die großen Player produzieren für den Weltmarkt, während Kleinbauern die regionale Versorgung sichern – und genau die wollen wir unterstützen!

Unsere Partner vor Ort
- CAPA (Centro de Apoio e Promoção da Agroecologia) berät Kleinbauern, Indigene und Landlose in Paraná. Sie helfen beim Anbau, bei der Weiterverarbeitung und Vermarktung – damit Familien mit wenigen Hektar Land eine Perspektive haben.
- Centro Cantinho Amigo (CCA) in Belo Horizonte gibt 40 Kindern im Vorschulalter ein Stück Normalität inmitten von Armut und Gewalt. Bildung, gesunde Ernährung und Sicherheit – alles finanziert durch Spenden.


Christina Sandmann (AME) war selbst dort und ist begeistert:
„Ich bin begeistert von dem Engagement unserer Partner für bedürftige Familien! Bei unserem Besuch konnten wir uns selbst ein Bild davon machen, wie wirkungsvoll diese Arbeit ist!“
Mach mit!
ELJ-Landesvorsitzende Sara Endres sagt:
„Jede Spende bedeutet weniger Hunger, mehr Bildung, mehr Zukunft. Gemeinsam können wir zeigen, dass Nächstenliebe stärker ist als ein kurzes Feuerwerk.“
Spendenkonto:
VR Bank im südlichen Franken eG
IBAN: DE46 7659 1000 0006 1342 97
BIC: GENODEF1DKV
Verwendungszweck: „Brot statt Böller“ oder Name eines der beiden Projekte